CD "Dulcis Memoria" Die Orgel zu Uttum (Ostfriesland)

Alina Rotaru, Orgel

 

Dulcis Memoria - Die Orgel zu Uttum (Ostfriesland) - Alina Rotaru


Dulcis Memoria. Orgelmusik aus der polnisch-litauischen Adelsrepublik
Alina Rotaru, Renaissance-Orgel in Uttum (Ostfriesland)

Werke von Hans Leo Haßler, Giovanni Picchi, Orazio Vecchi, Jakob Meiland, Petrus de Drusina, Johannes Caioni, Diomedes Cato, Adam von Wągrowiec, Ivo de Vento sowie von verschiedenen Anonymi.


Mit Werken italienischer, franko-flämischer, deutscher und osteuropäischer Provenienz präsentiert Alina Rotaru die Klangschönheit der bedeutenden Renaissance-Orgel der evangelisch-reformierten Kirche in Uttum.
Das Repertoire ist zwar in Quellen der polnisch-litauischen Adelsrepublik überliefert, wirkt aber, als sei es geradezu für diese Orgel geschrieben, die der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts eine ideale klangliche Basis gibt. Der informative Booklet-Text stellt heraus, dass das Instrument europäische Bedeutung hat und seine klangliche Gestalt in einem historischen, orgelbaulichen und musikalischen Kontinuum von den Niederlanden bis zum Baltikum steht. Beim Orgelfestival Krummhörner Orgelfrühling 2024 wurde Alina Rotarus Spiel dieses Repertoires auf der Orgel in Uttum als eindrucksvolle Verbindung von historischer Klangkultur und lebendiger Interpretation wahrgenommen. Diese neue Produktion in hochwertiger ULSI-Aufnahmetechnik hält diese besondere Begegnung dauerhaft fest und macht sie einem größeren Publikum zugänglich.
Die Einspielung ist die erste CD seit der 2021 abgeschlossenen Restaurierung, die ganz dieser Orgel gewidmet ist.

Alina Rotaru
Die profilierte Musikerin ist international als herausragende Interpretin Alter Musik bekannt. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf historischen Tasteninstrumenten, vor allem Cembalo und Orgel, und sie ist bereits mit verschiedenen hochgelobten Aufnahmen (Froberger, Sweelinck, englische Virginalmusik) hervorgetreten. Für die Aufnahme in Uttum verbindet sie ihre umfassende Erfahrung im Repertoire der Renaissance und des Barocks mit der charakteristischen Klangsprache eines einzigartigen historischen Instruments.

Die Orgel in der ev.-ref. Kirche in Uttum
Unter den historischen Orgeln Ostfrieslands ist die Uttumer Orgel ein besonderes Kleinod. Sie erhielt ihre heutige Gestalt um 1660, enthält jedoch älteres Pfeifenmaterial aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Nach der maßstabsetzenden Restaurierung in zwei Etappen, 1956–1957 sowie 2020–2021, wurde sie von der Stiftung Orgelklang als „Orgel des Jahres“ ausgezeichnet. Ihr kraftvoller, gleichwohl eleganter, farbenreicher und unmittelbarer Klang und die terzenrein mitteltönige Temperatur machen sie zu einem idealen Instrument für Musik aus der Zeit um 1600.

Repertoire und Orgel
Aus dem Booklet-Text von Krzysztof Urbaniak (Bremen/Kraków):
"Die außergewöhnlich gut erhaltene Orgel in Uttum gehört der nordeuropäischen Orgelbautradition der Spätrenaissance und des Frühbarocks an. Als technisches und klangliches Phänomen ist sie jedoch keinesfalls nur auf die nördlichen Regionen des heutigen Deutschlands und der Niederlande beschränkt. Die intensiven Kontakte zwischen den Hansestädten führten auch dazu, dass nordeuropäische Orgelbaukonzepte über große Entfernungen weitergegeben wurden ...
... die Pfeifen der Uttumer Orgel, die aus einer bleireichen Legierung gefertigt sind, sowie ihr Zungenregister [Trompete 8‘] mit offenen Kehlen und einem hellen, transparenten Klang, [weisen] enge Parallelen zu Instrumenten des 17. Jh. aus den Gebieten Polens und Litauens auf [...].
Aus dieser Perspektive präsentiert Alina Rotaru die Orgel in Uttum durch ein Repertoire, das zwar ungewöhnlich erscheinen mag, jedoch durch den übergeordneten kulturellen Kontext einer der bedeutendsten politischen, administrativen und kulturellen Einheiten des frühneuzeitlichen Europas vereint ist, der Polnisch-Litauischen Adelsrepublik (1569–1795).
[Das] Repertoire der vorliegenden Aufnahme [besteht im] Kern ... aus Werken, die in mitteleuropäischen Tabulaturquellen des 16. und frühen 17. Jh. überliefert sind. … [Es ist] Teil eines einheitlichen und zugleich vielschichtigen kulturellen Raums [und] ist weder rein lokal noch einfach importiert, sondern das Ergebnis einer kontinuierlichen Verbreitung und Anpassung über Regionen, Institutionen und konfessionelle Grenzen hinweg. Hier dient die Orgel in Uttum nicht als neutrales Medium, sondern als Instrument, das diese Praxis durch eine geeignete Klangpalette rekonstruieren kann. Ihre Eigenschaften – Klarheit der Textur, Definition der einzelnen Stimmen und der Charakter ihres Zungenregisters – entsprechen genau den Anforderungen der intabulierten Polyphonie und lassen gleichzeitig das Idiom funktionaler und aus dem Tanz abgeleiteter Formen in großer Klarheit hervortreten."

ULSI-Aufnahmetechnik
ULSI, Ultra Linear Stereo Image, ist die von Erik Sikkema (Surte, Schweden) entwickelte proprietäre Stereotechnik. Vorteile von ULSI: Natürliche Klangbalance in den unteren Oktaven; präzises Stereobild; reduzierte Störgeräusche im Tieftonbereich bei Tasten- und Pedalgeräuschen; natürliches Dynamikverhalten; deutlich verbesserte Stereotiefe.

Bitte um Unterstützung (externer Hinweis)
Um Ihnen eine der klangschönsten Orgeln der Welt in besonders hochwertiger Aufnahmetechnik präsentieren zu können, haben wir – Alina Rotaru sowie Ibo Ortgies (ausführender Produzent) – keine Mühen und Kosten gescheut! Wenn Sie dies freundlich unterstützen möchten, können Sie wie folgt dazu beitragen.
Spenden an Kontoinhaber: Ev.-reformierte Kirchengemeinde Jennelt, IBAN: DE 06 2835 0000 0145 4218 71, BIC: BR LADE 21 ANO.
Wichtig: Bitte geben Sie unbedingt den Verwendungszweck "CD Alina Rotaru" an!



Kostenlose Hörbeispiele dieses neuen CD-Albums in Kürze!





CD-Programm / Trackliste:

Dulcis Memoria
Orgelmusik aus der polnisch-litauischen Adelsrepublik


Petrus de Drusina (ca. 1560–1611)
Præambulum
Anonymus
Fuga
Orazio Vecchi (1550–1605)
Mentr'io camp[a]i [contento]
Jakob Meiland (1542–1577)
Wollauf gutt gesell Von hinnen
Anonymus
Tantz and Coranta
Anonymus (before ca. 1630)
[Ricercar]
Hans Leo Haßler (1564–1612)
Chiara e lucente stella
Johannes Caioni (1629–1687)
Ein hüpscher Tantz. Der Polnische Tantz. Catachio Gaillarde
Anonymus
Phantasia tertii tonii
Diomedes Cato (between 1560 and 1565–1627)
Canson Diomedis
Anonymus
Ardant [amour?]
Anonymus (Petrus de Drusina?)
Lemma
Adam von Wągrowiec (before 1600–1629
Ave maris stella
Anonymus
Douce memoire
Anonymus
Dulcis memoria
Anonymus
Saltus, Passamezzo, Tantz and Tantz
Petrus de Drusina
Resonet in laudibus
Ivo de Vento (ca. 1544–1575)
Hor pensat’ [al mio mal]
Giovanni Picchi (ca. 1571–1643)
Ballo alla Polacha
Anonymus
Polnischer Tantz
Anonymus
Phantasia sexti tonii

Alina Rotaru, Renaissance-Orgel in Uttum


24 Bit / 96 kHz High Resolution Recording

Diese CD erscheint in einer hochwertigen 6-seitigen Digipack-Verpackung, inkl. 24-seitigem Booklet mit vielen Photos, Disposition, Registrierungen, und 2-sprachigem Text zur Orgel, den Komponisten/Werken und zur Organistin.



Tags: Dulcis Memoria Uttum Orgel Alte Musik Rotaru Ortgies TXA26216 4250702802167

» Ausführliche Informationen, Texte, Photos etc. im CD-Booklet
» Gesamtspielzeit: ~57 Min. | Booklet-Texte: DE, EN
» Aufnahme: 05/2025 - Ev.-ref. Kirche Uttum/Ostfriesland
» Format: 1 Audio-CD | Reihe "Chromart Classics" | VÖ: ab 10/2026
» Bestell-Nr.: TXA26216 | GTIN (EAN): 4250702802167 | © 2026
» CD direkt erhältlich bei TYXart oder im Handel

Weitere Informationen:
Alina Rotaru (website)
Historische Orgel in Uttum (website)

Zum Orgelbauer:
Ahrend Orgelbau

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