Elena Denisova, Solo-Violine
Gustav Mahler Ensemble (Kammerorchester) - Alexei Kornienko, Leitung

TYXart-CD-Reihe "Modern Classics":
Violin Concertant XXI (Vol. 2) - WORLD PREMIERE RECORDINGS – LIVE
Franz Hummel schrieb zu seinem, und zu Zemlinskys Werk:
"Mein Beitrag zu den Weidener Max-Reger-Tagen 2016 sollte ursprünglich die Vervollständigung von Regers unvollendeter Rhapsodie für Violine und Orchester sein. Da aber dessen Witwe zusammen mit dem Geiger Florizel von Reuter Séancen abhielt, die ihren verstorbenen Mann herbeiriefen, der den Beiden dann auch prompt den weiteren Verlauf seiner Komposition diktierte und nebenbei beklagte, dass es im Jenseits kein Bier gebe, fühlte ich mich zu unbedeutend, solch eindrucksvoller Mystik etwas hinzuzufügen und schrieb ein eigenes Konzert in memoriam Max Reger, das allerdings auch eine art Séance enthält und, selbstverständlich mit der gebotenen Scheu, vereinzelt Themen aus der Rhapsodie als auch sonstige kleine Verweise auf des Meisters Werk anklingen lässt.
De mystibus non disputandum!
Zemlinskys fünfsätzige Serenade für Violine und Klavier, ein charmantes Frühwerk, das einer Rückbesinnung auf die Begegnung mit dem unverblümt kritischen Johannes Brahms geschuldet sein mag, versprüht so viel jugendlichen Esprit, dass ich der Geigerin Elena Denisova zustimmen musste, als sie meinte, es gehöre instrumentiert. Das Orchester vermag die häufige Behauptung, das Werk sei nun doch allzu naiv, durch eine neue Klangfarbenpalette zu entkräften und zu unterstreichen, dass der sicher bewusst einfach gehaltene Tonsatz nichts mit Naivität zu tun hat."
Alexander Drcar schreibt zu Kreuz:
"Beim Credo von Maximilian Kreuz geht es stets um mehr als bloß die Realität in Tönen abzubilden. Ganz im Gegenteil: Musik soll ein ästhetisches Gegengewicht zur nüchternen Alltäglichkeit schaffen. Dabei ist sich der Komponist bewusst, dass er solcherart seine Musik aus den gesellschaftlichen Spannungsprozessen – zumindest in erster Instanz – ausklammert.
Musik, die primär beim Einzelnen tiefe Eindrücke und „elektrisierende Reaktionen“ auslösen will: so lautet kurzgefasst die Antwort von Maximilian Kreuz auf gesellschaftliche Positionen in der Kunst."
Die Reihe der Kompositionen im alten Stil Wv. 65 (Werkverzeichnis) entstand vor 25 Jahren und umfasst über 50 Werke. Die Basis für alle ist das „Gesangsbuch“ von Georg Christian Schemelli aus dem Jahr 1736. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein spannendes Wechselspiel der alten Choräle mit neu entwickelter freier Tonalität.
Stravinskys Suite für Violine und Klavier arrangierte die Violinistin Elena Denisova in einer Fassung für Violine und Orchester, welche gänzlich neue Klangfarben und ein überraschendes musikalisches Erscheinungsbild zutage bringt.
„Kinder und Tiere verstehen meine Musik am besten.“ (I. Stravinsky) – Grund genug, um seiner Musik neuen Atem zu verleihen. Der eigentliche Impuls, eine "Pulcinella"-Instrumentierung für Violine-solo und Orchester zu verfassen, war allerdings die Aufnahme der zwei „Musik-Götter des Olymp“: Jascha Heifetz & Gregor Piatigorsky. Die Zweisamkeit „Violine / Violoncello“ spiegelt sich in der MEHRsamkeit „Violine / Orchester“ wider und gibt dem Soloinstrument einen endlos wirkenden Freiraum sich zu entfalten.
Alle Werke auf diesem neuen Album sind in der jeweils zu hörenden Version respektive Bearbeitung Weltersteinspielungen, live aufgenommen im Rahmen der Salzburger Festspiele - wunderbar interpretiert von Elena Denisova (Violine), dem österreichischen Gustav Mahler Ensemble unter der Leitung von Alexei Kornienko; und Franz Hummels "Violinkonzert in memoriam Max Reger" wurde bei den Max-Reger-Tagen in Weiden uraufgeführt und mitgeschnitten - 2016, als der Komponist aus dem Altmühltal selbst anwesend war war und bei den Proben zum abendlichen Konzert erläuterte wie sein Werk erklingen solle. [...]
(Textauszüge aus dem CD-Booklet)
Violin Concertant XXI (Vol. 2)
Franz Hummel (1939–2022)
Violinkonzert in memoriam Max Reger
[Uraufführung, Konzert bei den Weidener Max-Reger-Tagen]
1. Satz
Largo
Allegro con spirito
Alexander Zemlinsky (1871–1942)
Serenade für Violine und Klavier A-Dur (1896)
Bearbeitung für Violine und Orchester von Franz Hummel
Mäßig
Langsam, mit großem Ausdruck
Sehr schnell und leicht
Mäßiges Walzertempo
Cadenza [von Franz Hummel]. Schnell
Maximilian Kreuz (*1953)
Ihr Gestirn’, ihr hohen Lüfte
Choral im Alten Stil nach Schemelli für Violine und Streichorchester Wv. 65/90 (2025)
Igor Stravinsky (1882–1971)
Suite d’après thèmes, fragments et pièces de Giambattista Pergolesi – für Violine und Klavier
Entstanden 1925 aus dem Ballett „Pulcinella“ (1919/20)
Bearbeitung für Violine und Orchester von Elena Denisova
Introductione
Serenata
Aria
Tarantella
Gavotta con due Variazioni
Minuetto e Finale
[04–15: Konzert beim Eröffnungsfest der Salzburger Festspiele]
Elena Denisova, Solo-Violine
Gustav Mahler Ensemble
Alexei Kornienko, Dirigent
Dieses Album ist in Zusammenarbeit mit den Max-Reger-Tagen Weiden und den Salzburger Festspielen entstanden.
Wir danken den Co-Produktionspartnern und allen Mitwirkenden ganz herzlich!
Tags: Keywords Violin Concertant Stravinsky Zemlinsky Kreuz Hummel TXA25196 4250702801962
» Ausführliche Informationen, Texte, Photos etc. im CD-Booklet
» Gesamtspielzeit: 82min 07sec | Booklet-Text: DE, EN
» Format: 1 Audio-CD | Reihe "Modern Classics" | VÖ: ab ~09/2026
» Bestell-Nr.: TXA25196 | GTIN (EAN): 4250702801962
» CD direkt erhältlich bei TYXart oder im Handel
Weitere Informationen und Konzerttermine der Künstler:
www.elena-denisova.com
www.alexei-kornienko.com
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